HERZENSPROJEKT

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SATCHMO'S BEHINDERTENBEGLEITHUNDE AUSBILDUNG

MEINE BEHINDERTENBEGLEITHUND AUSBILDUNG

Hallo, darf ich mich kurz vorstellen, ich bin Don Satchmo, 5 Jahre alt und der Bub meines Herrchens Jan.

Mein Herrchen ist eine Querschnitte, wie er immer gerne sagt, das heißt für Euch, ein hochgradig querschnittsgelähmter Tetraplegiker, der ständig auf einen Rollstuhl und ganz viel fremde Hilfe angewiesen ist.

Ich erinnere mich noch, als ich Jan das erste Mal traf, sein dicker Bauch hatte es mir sofort angetan. So viel Platz zum Kuscheln und Sabbeln, ganz für mich allein. Wer konnte, da schon "Nein" sagen, also habe ich ihn sofort in mein Herz geschlossen!

Ich sollte für ganz großes bestimmt sein, denn ich sollte sein neuer ständiger Begleiter werden und ihn in seinem Lebensalltag mit meiner Liebe überrennen und dabei auch noch ganz viel Hilfeleistungen erbringen.

Wir haben viel zusammen geübt und wenn ich will habe ich einen sehr guten Grundgehorsam, laufe locker an der Leine beziehungsweise am Rollstuhl und hebe ihm auch gerne mal ein paar Sachen vom Fußboden auf, die ihm unachtsam heruntergefallen sind. Ich kann auch das Licht an und ausmachen und Türen auf und zu, aber alles hat seinen Preis, ich will dafür immer geknuddelt werden und ohne Leckerlis geht schon mal gar nichts. Dann mach ich auch keine Ausnahme!

 

Während meiner bisherigen Ausbildung zu Behindertenbegleithund hatten wir viele Rückschritte. Ich habe mir gleich 2-mal das Kreuzband gerissen und mein Herrchen hat sich ganz solidarisch auch das Bein sehr schwer gebrochen. In dieser Zeit konnten wir nicht viel für unsere Ausbildung tun.

Durch die lange Unterbrechung kam es oft zu den besagten Rückschritten, sodass wir bei vielen Dingen immer wieder von vorne anfangen mussten. Es kostete uns beiden ganz viel Kraft, die uns über unsere Grenzen hinauswachsen ließ, um immer wieder und wieder von vorne anzufangen. Ich will nicht sagen, dass ich alles vergessen habe, aber wenn ich mich nicht ständig wiederhole und natürlich ständig meine Leckerlis bekomme, kann ich doch so manchmal was überhören oder übersehen.

Die Ausbildung zum Behindertenbegleithund ist sehr teuer und deshalb habe ich bisher noch keine Prüfung ablegen können, zur Perfektion fehlte das nötige Kleingeld.

Jetzt glaubt ihr bestimmt, dass ich nur ein fauler Neufundländer bin, da muss ich Euch gerade eines Besseren belehren! Ich übernehme ganz wichtige Aufgaben im Alltag. An erster Stelle steht, dass ich immer und überall im Weg rumliege, sodass mein Herrchen um mich herumfahren muss, das hält ihn richtig fit. Dann will ich natürlich ständig spielen und geknuddelt werden, auch das hält mein Herrchen fit. Sich auf die faule Haut legen gibt es bei mir nicht. Und beim Gassi gehen bin ich zurzeit eine ganz große Nummer, denn ich muss alles begutachten, voll sabbeln und anbellen, ich bin ja so aufmerksam und sehe alles! Das hält mein Herrchen auch auf der geistigen Ebene fit, denn wenn er beim Gassigehen vor sich hinträumt, wecke ich ihn mit einem kräftigen Ruck am Rollstuhl. Immer wieder ein riesiger Spaß, natürlich in erster Linie für mich! Ich will mich jetzt nicht selbst loben, aber ich passe total gut auf mein Herrchen auf und gebe ihm ganz viel Lebensfreude. Wenn er bellen könnte, sodass wir ihn verstehen, müsste er Euch erzählen, dass er wieder viel unabhängiger um selbständiger geworden ist, ganz allein durch mich.

Auch die viele frische Luft tut seinem Körper gut und auch wenn ich heute nicht mehr auf seinen Bauch passe, finde ich doch immer wieder Platz, um mich auf ihm auszubreiten, sodass er auch noch was für seine Atmung tut. Denn schließlich bin ich heute ein richtig stolzer, großer Neufundländer, der ein schönes zu Hause bei seinem Herrchen gefunden hat trotz und vor allem durch seine Behinderung und der vielen Hindernisse, die uns schon um die Ohren geflogen sind.

Aktuell sind wir ganz vertieft in unsere Ausbildung und wir haben einen lieben Hundetrainer mit Uwe (Scheuermann-Dogtrainingscenter) gefunden, mit dem wir tolle Fortschritte auch im Kleinem machen, wie z.B. die Begleithundeprüfung.

Dass ich wieder mit meinem Herrchen in der Ausbildung bin, ist sehr wichtig, denn ich bemerke, dass mein Herrchen täglich immer mehr Hilfe braucht, die 33 Jahre Querschnitte zerren schon sehr an ihm und manchmal bin ich dann mit meinen Aufgaben überfordert und brauche Anleitung, wie ich es besser (machen) kann.

Ich bin ein Neufundländerrüde, unendlich geduldig und gutmütig, den Kopf in den Sand stecken gibt es bei mir nicht. Und auch wenn Du es mir nicht glaubst Ich bin total intelligent und weiß jederzeit durch meine Instinkte, wenn es meinem Herrchen nicht gut geht. Ganz besonders in der Nacht, wenn er im Schlaf auf einmal nicht mehr richtig atmet, dann wird er einfach geweckt, Punkt aus. Ich kann Euch sagen, das mag er sogar nicht, denn ich wecke ihn immer mit einem ganz fürchterlich feuchten Kuss. Und ich küsse so gerne und wer es mir nicht glaubt, wir begegnen uns ganz sicher bald!

 

So genug von mir, drück mir die Daumen, dass meine Ausbildung von Erfolg gekrönt ist und wenn ihr uns jetzt noch mit einer kleinen Spende unterstützt – gibt’s auch zwei Küsschen von mir.

Euer Satchmo 😘


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